Donnerstag, 12. Juli 2012

Albert Schnitzler: Der „Schaltstern“ als Vorläufer der Servos

Graupner Prospekt Herbst 1959, Der Schaltstern

Im Prospekt der Firma Graupner war im Herbst 1959 noch immer der „Schaltstern“ im Angebot. Er diente als einfache Ruderanlenkung, um das Modell vor dem Entfliegen zu verhindern.
Der aufgezogene Gummistrang erzeugte die nötige Kraft, um den Anlenkhebel auf dem Servo weiterzudrehen. Das Relais gab kurzzeitig die Sperre des Anlenkhebels frei, sodass dieser sich um einen Zacken weiterdrehen konnte.
Das System arbeitete jedoch sehr ungenau und störanfällig: War das Gummi zu stark aufgezogen, dann sprang das „Kreuz“ des Drehteils von S-Stern unkontrolliert nicht nur 1 Stufe sondern mehrere weiter (es ratschte durch!) und man wusste dann nicht, welches Steuersignal als nächstes folgte.
Wenn man länger flog und die Kraft des Gummis allmählich abnahm, blieb das Ruder in diesem Ausschlag stehen, was auch sollte den Stern weiterdrehen?
Daher wurde dieser bald durch wesentlich bessere „Servos“ abgelöst, was gut war.
Der Schaltstern, den wir einsetzten, sah etwas anders aus, als der oben abgebildete, der Buchenrundstab wurde unten im Gerät abwechselnd nach links, neutral, rechts, neutral, usw. bewegt. Über eine rückseitig angebrachte Verlängerung am Seitenruder erfolgte der Ausschlag (Siehe Skizze!).

Der Schaltstern im Einsatz

Der Einsatz eines zweiten Schaltsternes diente als Motordrossel. Die Steuerscheibe drehte sich nur ein einziges Mal, um von Vollgas auf „Motor aus“ zu stellen Von dieser Möglichkeit machten wir allerdings keinen gebrauch. Unsere Flugzeiten wurden durch die Spritmenge im Tank begrenzt. Nach zwei bis drei, maximal vier Minuten setzte der Motor aus, dann hatte das Modell schon eine beachtliche Höhe erreicht.

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