Mittwoch, 9. Januar 2013

Albert Schnitzler: Ausflug in den Fesselflug-Bereich

Fesselflugmodell "Ultra Stunter"
Irgendwann probierten wir auch das Fesselfliegen aus. Der Vorteil bestand in dem geringen Platzbedarf. Die Seillängen waren so um die 10- 12 m, somit ergab sich um die 20 m Kreisdurchmesser.
Ein Alter Kadett wurde zum Fesselflieger umgebaut. Dazu wurde die V-Form aus dem Flügel herausgenommen, die Fläche war nun "brettleben"! Ein Taifun Rasant, 2,5 ccm Diesel, war auch schnell eingebaut. Das Seitensteuer auf Kreis „außen“ gestellt und fixiert, so, dass das Modell auf seinem Kreisflug stets nach außen zog und nicht in den Kreis herein kam. Den Griff "Meister" bekam ich irgendwo her.
Eine Drehzahlbeeinflussung gab’s damals noch nicht. Landen war deshalb erst nach leerem Tank möglich, da mit laufendem Motor eventuell ein Absturz erfolgte.
Wenn dann Du mit vollem Tank 10 oder 15  Minuten gekreist bist, freutest Du Dich auf eine Pause!

Dieselmotor Taifun-Rasant


Fesselflugtank

Diese Fliegerei ging einige Zeit ganz toll, bis schließlich bei einem Flug die Latte herunterflog. Nanu? dachte ich mir, wie kann das denn sein? Beim Sichten des Motors zeigte sich, dass die Kurbelwelle abgebrochen war. Pustekuchen - nix mehr Kreisfliegen möglich…
Ein Foto von meinem damaligen Fesselflieger habe ich leider nicht mehr, aber ein ähnliches Modell, den flog damals ein Schulkamerad von mir erfolgreich.
Zum Fliegen:
Wenn es ans Fliegen geht, werden die Seile in die entsprechenden und richtigen Ösen am Modell (die Steuerstähle mit etwa 0,8 mm Durchmesser liefen über den linken Flügel zum Randbogen) in die Griffseile eingehängt. Dann Abwickeln, nicht (all-) zu lang ev. so um die 8-10 Meter. Das Modell fliegt dann nach Boden- oder Handstart (Helfer) im Kreis los. Es können Loopings, Messerflüge, starke „Knicke“, und auch im Rückenflug in der Gegenrichtung, d.h. rechts herum, etc. geflogen werden. Falls einem dann der Flugkreis zu klein vorkommt, weil z.B. der Motor stark genug ist, kann man vorsichtig und langsam  „zurück gehen“ und mehr Seil über die Freigabetaste geben.
Die Meinung von sog. Experten: „An zwei Leinen fliegt so ziemlich alles!“ Wobei er leider recht hatte, der Experte.


Fesselfluggriff "Meister" mit handschriftlichen Erläuterungen


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